Unverwechselbar: Everlast - Embers To Ashes (Vinyl Review)

Erik Francis Schrody alias Everlast an der Gitarre

Nach acht Jahren Pause ist Erik Francis Schrody alias Everlast zurück. Von seiner Rap/HipHop-Ära ist seit "Whitey Ford’s House of Pain" nicht mehr viel übrig, daran knüpft "Embers To Ashes" an. Die etwas krude, aber auch bodenständige Mischung aus Alternative Rock, Popmelodien und Blues - produziert von Yelawolf - offenbart eine vorwiegend akustische Instrumentierung und natürlich seine markante, raue Bariton-Stimme.

Review: Everlast - Embers To Ashes (2 LP, 180g Vinyl)



Trackliste


Seite 1

1. Losing Man's Game 3:41
2. Never Coming Home 2:47
3. Mistaken Identity 3:40
4. My Hollywood 2:44
5. Broken Heart For Hire 3:35

Seite 2

6. Stones 3:21
7. Out of Your Way 3:54
8. Lies 3:32
9. Rubber Bullets 3:11

Seite 3

10. Every Dog Has Its Day 3:16
11. Ain't Coming Home Tonight 3:16
12. Love Don't Heal 2:57
13. Embers To Ashes 3:21

Seite 4

14. 1987 3:12
15. Happy You Can Cry 3:10
16. Peace Of Mind 3:09
17. Young Man 3:39


Das Cover-Artwork zu "Embers To Ashes" von Tristan Eaton wirkt mit seinem schwarz-weiß gehaltenem Foto und dem schwungenen Schriftzug Everlast zunächst zurückhaltend - doch: erst wenn man im Zigarettenrauch den Titel des Albums und noch einen Totenkopf entdeckt, zeigt sich die Brillanz dieses Designs. Deutet dies auch auf den musikalischen Inhalt dieses Album hin?

 

Nun, handwerklich sind die 17 Songs gelungen. Die Arrangements vermitteln jede Menge aufgewirbelten Staub, wie man es von einer bluesgetränkten Platte erwarten kann. Doch die Produktion von Multitalent Yelawolf geht doch eher in Richtung gefällige Melodien im weiten Feld zwischen Alternative Rock, Pop und Country - raue Kanten inklusive. Schrody, dessen eigenwilliger Gesang noch stärker als bisher im Mittelpunkt steht, lässt sich mal von Bläser, mal von Background-Sängerin und auch von Cello und Violine unterstützen. Diese tatsächlich abwechslungsreiche Instrumentierung ist allerdings eher Beiwerk, die der Dominanz seiner Stimme nur wenig entgegenzusetzen hat.

 

So kommt es, dass aus meiner Sicht das Album emotional eine gewisse Gleichförmigkeit entwickelt. Innovationen sind hier eher nicht zu finden, allerdings punktet "Embers To Ashes" mit seinem erdigen Charakter jenseits von aktuellen hypermodernen Charts-Pop, was den 17 Songs den Charme eines ehrlichen Südstaaten-Album verpasst. Und das ist ja auch nicht das schlechteste.



Fakten


• Veröffentlichung 28. August 2026

• Label: Martyr Inc. Records / Thirty Tigers

• Katalog-Nummer: MAR-705

• Pressung: GZ Media

• Pressqualität*: 3-4

• Inhalt: 2x 180g Vinyl

• Besonderheit: Klappcover, Innenhülle mit Songtexten

• Aufnahmen: East Iris Studio in Nashville/USA

• Genre: Rock, Blues, Country, Americana

Besetzung


• Erik Francis Schrody - vocals, guitar

• Phil Hughley - acoustic & electric guitar

• Bruce Bouton - lap steel guitar

• Peter Keys - piano, B3 organ, Wurlitzer, synthesizer, bells, farfisa, clavinet, melodica

• Darius Holpert - keyboards, organ

• Emmanuel Echem - trumpet, flugelhorn

• Noah Gardner - violin

• Gabe Baker - cello

• Colton Parker - bass, acoustic guitar, ukulele bass

• Louis "Flip" Winfield - drums, percussion

• Yelawulf - background vocals

• Sarina-Joi Crowe - background vocals


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* Pressqualität 1-5:
1= starke Nebengeräusche, deutlich sichtbare Pressfehler
5= keinerlei Nebengeräusche, optisch perfekt



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