Die Gesamteinspielung der Mahler-Symphonien unter der Leitung von Paavo Järvi und dem Tonhalle-Orchester Zürich setzt sich nun mit der Siebten fort, nachdem bereits die Symphonien Nr. 1 und Nr. 5 in unserem Blog vorgestellt wurden. Diese Sinfonie, die zwischen 1904 und 1905 entstand, wird als eines von Gustav Mahlers anspruchsvollsten und gleichzeitig beeindruckendsten Meisterwerken angesehen. Unter der Leitung von Järvi entfaltet sich ein farbenprächtiges musikalisches Spektakel.
Review: Paavo Järvi / Mahler - Symphony No. 7 (2 LP, 180g Vinyl)
Trackliste
Gustav Mahler (1860–1911) - Symphony Nr. 7 In E-Moll
Seite 1: Erster Satz
1. Langsam (Adagio)
2. Nicht schleppen
3. Allegro risoluto, ma non troppo a tempo (sempre l’istesso)
4. Subito Allegro
5. Ziemlich hastig
6. Adagio (Tempo der Einleitung)
7. Allegro come prima. Maestoso
Seite 2: Zweiter Satz
8. Nachtmusik I: Allegro moderato
9. Sempre l’istesso tempo. Nicht eilen, sehr gemächlich
10. Tempo
Seite 3: Dritter Satz
11. Scherzo: Schattenhaft – Fliessend, aber nicht zu schnell
12. Trio
13. Wieder wie zu Anfang (nicht eilen)
Vierter Satz:
14. Nachtmusik II: Andante amoroso
15. Figure 197
Seite 4: Fünfter Satz
16. Rondo-Finale: Tempo I (Allegro ordinario)
17. Gemessen! Nicht schnell! Tempo II (Allegro moderato ma energico)
18. Tempo I (Halbe wie die Viertel des Tempo I)
19. Sempre l’istesso Tempo
Der angesehene estnische Dirigent Paavo Järvi bemerkte über dieses Werk: „Der Mahler, dem wir in der Siebten begegnen, ist vielschichtiger, dunkler und philosophischer als der Mahler, den wir aus seinen früheren Werken kennen.“ Tatsächlich hatte Mahler zu Beginn Schwierigkeiten mit der Komposition, die sich über zwei Jahre hinweg zog und schließlich am Ufer des malerischen Wörthersees ihren Abschluss fand. Seine kreative Blockade löste sich erst bei einer Bootsfahrt über den See: „Beim ersten Ruderschlag fiel mir das Thema der Einleitung zum ersten Satz ein“ (Mahler).
So erleben wir hier eine reichhaltig gestaltete Sinfonie in fünf Sätzen, die mit schmetternden Fanfaren, mächtigen Pauken, ländlich anmutenden Kuhglocken, Marschsequenzen und sogar mit Gitarre und Mandoline aufwartet. Sie ist emotional aufgeladen, voll düsterer und morbider Momente, bietet aber auch wunderschöne, melancholisch klingende Melodien – besonders prägend sind die beiden Sätze mit dem Titel Nachtmusik. Das Tonhalle-Orchester schien große Freude daran zu haben, dieses komplexe Werk aufzuführen; die Spielfreude ist ansteckend, als wollten sie jede Note besonders hervorheben.
Die exzellente Aufnahmequalität trägt entscheidend dazu bei, diese Interpretation der Siebten als ein wahrhaftiges Hörerlebnis zu empfinden. Der Wunsch, nach knapp 75 Minuten Spielzeit von vorne zu beginnen, ist hier überaus präsent!
Fakten
• Veröffentlichung: 13. März 2026
• Label: Alpha Classics
• Katalog-Nummer: ALPHA 1207
• Pressung: Vinyl De Paris (VDP)
• Pressqualität*: 4
• Inhalt: 180g Vinyl
• Besonderheit: Klappcover
• Aufnahmen: November 2024 in der Tonhalle in Zürich / Schweiz
• Genre: Klassik, Orchester, Sinfonie
Besetzung
• Tonhalle-Orchester Zürich
• Paavo Järvi
* Pressqualität 1-5:
1= starke Nebengeräusche, deutlich sichtbare Pressfehler
5= keinerlei Nebengeräusche, optisch perfekt
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