Die besten Plattenläden Deutschlands - EMIL 2025

Die Gewinner des EMIL 2025 stehen fest! Am 29. November 2025 verlieh der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT) die Auszeichnungen im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Jenaer Kassablanca. Der Deutsche Preis für Schallplattenfachgeschäfte wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben und würdigt insbesondere inhabergeführte, stationäre Plattenläden, die einen entscheidenden Beitrag zur Vielfalt und zum Erhalt der Musikkultur in Deutschland leisten.

EMIL 2025 - Der Deutsche Preis für Schallplatten-Fachgeschäfte


In einer Welt, die der Online-Handel zunehmend dominiert, wird die Bedeutung traditioneller Plattenläden oft erst klar, wenn sie verschwinden. Doch zum Glück gibt es sie noch: erfolgreiche Fachgeschäfte, die weit mehr als nur Verkaufsorte sind. Sie sind kulturelle Treffpunkte, ein Raum für Vinyl-Liebhaber, ein Ort für fachlichen Austausch und Inspiration. Vor allem aber bieten sie ein Erlebnis, das der Online-Handel nicht ersetzen kann – das Stöbern in Regalen voller LPs, Maxis und Singles. Diese Einzigartigkeit bleibt unübertroffen.

 

Eine unabhängige Jury aus neun Expert*innen und Branchenkenner*innen hat aus fast 200 Bewerbungen 14 herausragende Plattenläden in vier Kategorien ausgezeichnet: „Bestes Schallplattenfachgeschäft“, „Herausragendes Schallplattenfachgeschäft – Neugründung“, „Herausragendes Schallplattenfachgeschäft – Innovation“ und „Herausragendes Schallplattenfachgeschäft – Strukturschwache Region“.

 

Die Preisträger des EMIL 2025

 

Mit einem Preisgeld von 25.000 Euro wurden folgende Geschäfte ausgezeichnet:

  • Herausragendes Schallplattenfachgeschäft – Innovation: A&O Medien, Düsseldorf
  • Herausragendes Schallplattenfachgeschäft – Strukturschwache Region: Sweetwater Recordstore, Dresden
  • Herausragendes Schallplattenfachgeschäft – Neugründung: Sound Store, Wiedenbrück

 

Ein undotiertes Gütesiegel als „Bestes Schallplattenfachgeschäft“ erhielt HHV Records in Berlin, das mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von über einer Million Euro in den letzten drei Jahren beeindruckte.

 

„Bestes Schallplattenfachgeschäft“ – Preisträger der Hauptkategorie (jeweils 15.000 Euro Preisgeld):

  • a-Musik, Köln
  • De Plaat, Esens
  • DISCover Record Store, Bochum
  • Flight 13 Records, Freiburg
  • Hanseplatte, Hamburg
  • mono-Ton Tonträger und HiFi, Nürnberg
  • phonocentrum, Leipzig
  • Steeltown Records, Eisenhüttenstadt
  • Tillophon, Annaberg-Buchholz
  • Toxic Toast, Coburg

 

Zudem erhielten alle ausgezeichneten Läden das Gütesiegel „Ausgezeichneter Ort der Kultur“, das sie in ihren Geschäften präsentieren können. Zusätzlich wurde eine exklusive 7"-Single aus Bio-Vinyl mit zwei Tracks produziert: „Schallentin“ von Twit One (A-Seite) und „Zeitenwende“ von fastmusic (B-Seite).

 

Ein Wermutstropfen:

Der EMIL wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in Zusammenarbeit mit dem Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT) verliehen. Leider handelt es sich um ein befristetes Projekt im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens. Nach den Jahren 2024 und 2025 wird der Preis nicht mehr durch Bundesmittel finanziert.

 

Dr. Birte Wiemann, Vorstandsvorsitzende des VUT, erklärt: „Im Namen des VUT möchte ich allen Preisträger*innen herzlichst gratulieren. Es ist wichtig, dass es euch gibt! Umso unverständlicher ist es, dass die politisch Verantwortlichen diese Bedeutung – trotz eines gestiegenen Kulturetats – offenbar nicht anerkennen.“

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