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Eine aufgeschlagene Seite des Musikmagazin Vinylrausch

Ein Musikmagazin ohne Werbung? Ja, der Vinylrausch macht es möglich

Ein neues Magazin über Schallplatten, das komplett andere Wege geht: Vinylrausch! Mit der ersten Ausgabe merkt selbst der blutigste Laie, dass es sich deutlich von anderen Vinylmagazinen unterscheidet. Es könnte also sein, dass Vinylrausch die Lücke zwischen Kommerz und echter Musikleidenschaft von Schallplatten-Fans schließt. Warum das so ist und welche großen Unterschiede es zu bekannten Zeitschriften bietet, kannst du hier lesen.

 

Vinylrausch - ein Musikmagazin für Schallplatten-Fans

Seit Oktober 2020 ist es erhältlich und mittlerweile auch auf meinem Schreibtisch gelandet: das Musikmagazin Vinylrausch. 100 Seiten stark, auf Recyclingpapier gedruckt und mit einem Konzept ausgestattet, das sich ganz erheblich von etablierten Zeitschriften unterscheidet, die sich rund um die Schallplatte bewegen. So manche kamen in der jüngsten Vergangenheit und sind auch wieder verschwunden. Am Vinyl-Fan selbst liegt es, ob nun Vinylrausch eine Chance bekommt oder nicht. Ich meine, es gibt sehr gute Gründe, dieses Berliner Magazin zu unterstützen!

 

Intensives Musikhören ist die Grundlage

Vinylrausch MusikmagazinDer Raum ist dunkel, an einer Leinwand sind Künstlerfotos und die Songtexte projiziert. Aus den Lautsprechern einer guten Hifi-Anlage klingt Musik, intensiv und laut. Kompromisslos werden LPs in voller Länge gespielt, alle Seiten! Wer einen solchen „Vinyl-Rausch“ in einem Berliner Kino bereits (in Vor-Corona-Zeit!) erlebt hat, der kennt bereits die Tiefe einer solchen Veranstaltung. Nun kann man all das auch nachlesen. In ausführlichen Berichten zu den jeweiligen, dort vorgestellten Schallplatten, allesamt Klassiker der Musikgeschichte. Manchmal tauchen an solchen Abenden auch Gäste auf, die kompetent etwas zu den LPs zu sagen haben: Musiker, Fachleute oder auch versierte Sammler.

Denn nach dem Album des Monats, welches bei solchen Vinylrausch-Veranstaltungen hauptsächlich behandelt wird, folgen dann noch meist zwei weitere LPs mit je einer Plattenseite, die Bezug auf die Hauptplatte nehmen. Dazu gibt es entsprechende Einführungen und Erläuterungen. Anschließend folgt dann eine allgemeine Diskussion und Besprechung des Gehörten. Man widmet sich den musikhistorischen Zusammenhängen und deren gesellschaftlichen Auswirkungen.

Dass dies in die Tiefe geht, liegt auf der Hand und wird auch durch die mehrere Seiten langen Berichte im Printmagazin verdeutlicht. Meist geht es um Platten aus dem Zeitraum von 1965 bis 1975, die dazu ergänzenden LPs können auch später erschienen sein oder gar aus dem aktuellen Geschehen stammen. Diese umfassende Auseinandersetzung mit dem Musikmaterial trifft auch gleich mal den Kern des Sache, warum Menschen die Schallplatte auch anno 2021 noch so derart lieben: eine LP wird komplett und intensiv gehört, man setzt sich mit dem kompletten Medium auseinander, also auch Plattencover und Songtexten. Hier wird nicht „geskippt“, keine Tracks ausgewählt, man hört die Platte von Anfang bis Ende, bewusst und intensiv.

Und es gibt noch ein anderes, wesentliches Merkmal dieses neuen Musikmagazin, das sich ausschließlich den Vinyl-Schallplatten widmet: es ist komplett werbefrei! Zumindest die erste Ausgabe. Sofern sich die nicht unerheblichen Produktionskosten durch den Verkauf refinanzieren, könnte das auch in den folgenden Ausgaben so sein. Wir alle haben es in der Hand, ob ein solches ambitioniertes Printmagazin bestehen bleibt und den Lesern höchst interessante Blickpunkte und Fakten zu bekannten LP-Klassikern darbietet. Ich hoffe jedenfalls darauf!

PS: Es gibt dieses Magazin in bereits vielen Städten zu kaufen, die aktuellen Adressen findest du unten in den Links.

 


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