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Vinyl-Umsätze auf Rekordjagd in den USA, die CD hat das Nachsehen

Wer hätte das vor 10 Jahren gedacht, dass die LP in den Verkäufen die CD wieder überholt? Zumindest in den USA ist dies nun so gekommen, im ersten Halbjahr 2020 wurde mit Vinyl Schallplatten mehr Umsatz erzielt als mit der CD. Hier die Infos dazu.

 

Vinyl überholt die CD im Umsatz - der US-Musikmarkt 2020

Der US-Verband RIAA (Recording Industry Association of America) gibt in seinem Halbjahres-Report 2020 eine überraschende Nachricht bekannt, die zumindest uns Vinyl-Fans freuen und bestätigen wird: in den USA wurden im ersten Halbjahr mit Vinyl mehr Umsatz gemacht als mit der CD!

 

Vinyl/CD Umsatz in Zahlen:

Vinyl-Verkäufe (LP/EP): $232,1 (Veränderung zum Vergleichszeitraum 2019: +3,6%)
CD-Verkäufe: $129,9 (Veränderung zum Vergleichszeitraum 2019: -47,6%)

Vinyl Umsatz USA 2020Ja, ihr habt richtig gelesen, die CD verlor gegenüber dem gleichen Zeitraum 2019 fast die Hälfte, während die Schallplatte zumindest 3,6% zulegen konnte - trotz Corona Pandemie! Covid 19 hatte natürlich erheblichen Einfluss auf diese gesamte Entwicklung, dennoch beschleunigte dieser Virus lediglich die seit Jahren dynamische Veränderung des Musikmarktes. Denn in den USA macht der digitale Verkauf (Streaming, Downloads) einen überwältigenden Löwenanteil aus, der physikalische Tonträger (also CD, Vinyl, MC, DVD etc. zusammen!) liegt gerade mal noch bei lächerlichen 7%! Das sind satte 29,2% weniger bespielte Tonträger als im Vorjahreszeitraum.

Der erstmals seit den 1980er Jahren größere Vinyl-Umsatz ist allerdings auch auf die höheren Preise für Schallplatten zurückzuführen. Bei den absoluten Stückzahlen liegt die CD noch bei 10,2 und die Vinyl bei 8,8 Millionen. Der Trend ist allerdings klar: die Liebhaber der analogen Schallplatte werden in den USA bald auch dafür sorgen, dass die LP auch in Sachen Stückzahl die Nase vorne hat.

 

Umsätze in Deutschland erstes Halbjahr 2020*

Ganz so weit wie in Amerika ist es hierzulande noch nicht. Der digitale Part nimmt laut BVMI (Bundesverband Musikindustrie) 74,2% ein, während die physikalischen Platten immerhin noch 25,8% des Gesamtkuchen ausmachen.
Davon nimmt die CD 20% und die Vinyl 4,5% ein, somit hat die Schallplatte einen satten Anteil über 17% aller über die Theke gereichten Scheiben! Und wir sprechen da nur von den offiziellen Zahlen, die weder Konzertverkäufe noch Importe etc. beinhalten.

Auch in Deutschland sank der CD-Umsatz um 22,9%, während die Vinyl mit 4,6% zulegte. Bedenkt man, dass dies alles Pandemie-bedingt zustande kam, so setzt sich trotzdem der Trend der letzten Jahre fort. Mal schauen, ob so ein Ergebnis wie das aus den USA bald auch bei uns zu lesen ist.

 

*Quelle: BVMI - Bundesverband Musikindustrie

 

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