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Das Unikat „Listen to me, look at me“ © www.hansbuttermilch.de im Schallplattenladen von ArtPhönix hören

Es gibt doch immer wieder besondere Dinge, die den Vinylfreund echt erstaunen. So darf man am 19. September 2015 im Schallplattenladen von ArtPhönix in Nürnberg nicht nur Informationen zur Schallplatten-Produktion von Winter & Winter aus erster Hand erfahren, sondern auch noch ein echtes Vinyl Unikat hören! Mehr dazu hier bei Vinyl-Fans.de.

 

»Listen to me, look at me«

Ein Vinyl-Unikat von Winter & Winter

 Der Musiker Ernst Reijseger und der Maler Jerry Zeniuk lernen sich bereits vor über zehn Jahren durch die Zusammenarbeit mit WINTER & WINTER kennen. Eine besondere Konstellation, denn beide Künstler setzen sich sowohl mit der Malerei als auch mit der Musik auseinander.

Jerry Zeniuks Bindung an die Musik ist eng mit seiner Arbeit als Maler verwoben. Er komponiert seine Bilder und baut mit einfachsten Mitteln, den Formen, den Farben und dem Raum Spannung auf und zieht den Betrachter in seinen Bann. Er führt die Abstraktion weiter, konzentriert sich auf die Grundelemente, lässt nur das wirklich Notwendigste stehen und schafft neue Räume. Ernst Reijseger kommt aus dem Freejazz und bereitet im Laufe seiner Arbeit anscheinend eine Rückkehr zur Tonalität vor, er spielt mit den Elementen von Melodien, Rhythmen und Kadenzen, jedoch nicht um die Sackgasse des Freejazz zu verlassen, sondern um diese zu durchbrechen und weiterzuführen. Auch er arbeitet mit dem Raum, konzentriert sich auf einfache Mittel.

Reijseger lässt sich von Bildern anregen, seine Improvisationen sind feinfühlig und zart, in seinen Tönen kann man Farben hören. Zeniuk und Reijseger sind zwei wegweisende Künstler, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts in ihren Arbeiten eine Brücke aus vorherigen Jahrhunderten in die Gegenwart spüren lassen. Der Cellist Ernst Reijseger spielt nicht nach Noten, sondern den Farben und Formen von Jerry Zeniuk. Im Augsburger Glaspalast, ein Museum der Pinakothek der Moderne Münchens, wird 2013/2014 eine umfassende Werkschau zum Schaffen des deutsch-amerikanischen Malers Jerry Zeniuk gezeigt. An diesem Ort – inspiriert von der Bilderwelt – nimmt Ernst Reijseger 7 Solowerke auf.

 

Die Aufnahme

Stefan Winter Foto Susie KnollSpezielle Hörkunst und Aufnahme: Diese Hörkunst wird unter der Leitung von Produzent Stefan Winter mit einem Spezialmikrophon, einem Josephson C700S, direkt auf 1/2-inch Analog-Zweispurband aufgenommen. Danach direkt auf Folie geschnitten mit 45rpm auf 180gr. Vinyl. Reijseger komponiert 7 analog aufgenommene Klangwerke zu den Bildern Zeniuks. Zeniuk wiederum malt 7 Bilder (30 x 30 cm, Öl auf Leinwand) zu den neu geschaffenen Klängen. Es entstehen 7 Unikate aus Klang und Farbe. Jedes musikalische Einzelwerk hat eine Spiellänge von ca. 10 Minuten. Es sind Kunstwerke, die es in dieser Form wohl noch nie gegeben hat. Ein Unikat wurde bereits an einen privaten Sammler verkauft.

Einzelpreis 1 Unikat „Listen to me, look at me": 6.500,- Euro netto

 

Die Veranstaltung

Am 19. September 2015 kommt Label-Chef und Produzent Stefan Winter in den Schallplattenladen ArtPhönix. Herr Winter erzählt ein wenig über die Produktion einer LP und alles, was dazu gehört. Ausserdem wird er das Unikat „Listen to me, look at me" vorspielen - eine aufregende Sache! Des Weiteren wird auch Jerry Zeniuk anwesend sein, um aus der Sicht des Malers einiges zu "Listen to me, look at me" aus erster Hand zu berichten.

 

Ernst Reijseger

1954 * Naarden, Niederlande · Ernst Reijseger lebt in Hilversum, Niederlande · Beginnt im Alter von acht Jahren mit dem Cellospiel · Studium bei Jan Olivier, Anner Biljsma und René van Ast 1985 Boy Edgar Award · 1995 Bird Award, Northsea Jazz Festival · 2010 Edison Award · Arbeiten u.a. mit: Derek Bailey, Alan "Gunga" Purves, Harmen Fraanje, Trilok Gurtu, Yo Yo Ma, Trio Clusone, Misha Mengelberg, Louis Sclavis, Amsterdam String Trio, Mola Sylla, Tenores e Cuncordu de Orosei, Groove Lélé von der Insel Réunion · Filmmu-sikkomponist u.a. für Werner Herzog

Jerry Zeniuk

1945 * in Bardowick bei Lüneburg, Deutschland · 1950 Übersiedlung nach Loveland, Colorado, USA · 1969 Umzug nach New York · 1970 - 92 Aufenthalt in Hamburg und Berlin, DAAD Stipendium · 1992 - 2011 Professur an der Akademie der Bildenden Künste München, wo er seit 1992 lebt · Ausstellungen seit 1972 (eine Auswahl): Paley & Lowe, New York · Kunsthalle Düsseldorf · Stedelijk Museum, Amsterdam · documenta 6 Kassel · Hayward Gallery, London · Konrad Fischer, Düsseldorf · Deichtorhallen, Hamburg · Kunsthalle Bremen · Kunstmuseum Winterthur · Städtische Galerie im Lenbachhaus, München · Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München · Staatliche Kunsthalle Karlsruhe · Zeit- genössische abstrakte Malerei aus China und Deutschland, Guang Dong Art Museum, Guangzhou · Elementare Malerei, Staatsgalerie Moderner Kunst Augsburg · Museum Wiesbaden Regelmäßige Werkschauen: Slewe Gallery, Amsterdam