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Robert John Hope am Mikrofon

Foto: Alan Hope

Raus aus dem Alltag, eine gute Schallplatte auflegen und wohl fühlen. Vielleicht ein Folk-Rock-Album mit Stil und Klasse? Dann könnte das neue Werk des irischen Singer-Songwriter Robert John Hope vielleicht genau das Richtige sein - die Review beleuchtet diese wunderbare LP etwas genauer.

 

Robert John Hope - Plasticine Heart (LP, Vinyl)

Der Mann mit der ausdrucksstarken und wandlungsfähigen Stimme ist nach Erfolgen in seiner Heimat und speziell auch in den USA nun in seiner neuen Wahlheimat Berlin gelandet. Robert John Hope ist hierzulande noch ein unbekanntes Blatt, manch einer kennt ihn allerdings von seiner Band Senakah. Es soll bereits schon Vergleiche mit Eddie Vedder und Thom Yorke gegeben haben, sein Gesang ist jedenfalls überaus bemerkenswert und eines der wesentlichen Pluspunkte dieser stimmigen LP.

 

Schöner Zeitvertreib

Robert John Hope Plasticine Heart VinylWoran ich ein gutes Album festmache? Nun, vor allem daran, dass es abwechslungsreich gestaltet ist und trotzdem wie aus einem Guss wirkt. Manche Platten sind zwar variabel in den Arrangements geformt, zeigen sich dann aber gleichzeitig zerrissen und uneinheitlich, man weiß dann gar nicht so richtig, wie man das Ganze einordnen soll. Und emotional hinterlässt eine solche Achterbahn dann auch kein wirklich gutes Gefühl. Ganz anders ist „Plasticine Heart“ - hier vereinen sich Emotionen und ein wohliges, friedfertiges Empfinden.

Der Start in diese Platte mit dem Song „The Flood“ gibt sich sehr angenehm ruhig. Und doch steigert Hope und seine Band schon innerhalb dieser ersten Nummer die Energie und Tempo. Zu den akustischen Elementen gesellen sich ein üppigerer Instrumenteneinsatz, der Rock, SingerSongwriter-Pop und Folk gekonnt verbindet. Mit dem Titelstück „Plasticine Heart“ folgt bereits eines der schönsten Tracks der LP. Akustikgitarre, Violine und der Chor-Gesang genügen, um mit dieser entspannten Nummer die Herzen zu erobern. Ähnlich schließt sich „Colorado“ an, erweist sich aber als zweiteilig aufgebaut und wechselt dabei von dezenten zu deutlich ausgeweiteteren Arrangement. Erweisen sich die bisherigen Tracks eher europäisch orientiert, kommt in „Easy“ mit einer wehmütigen Steel-Guitar amerikanischer Flair hinzu. Uptempo-Nummern wie „None Other“, „Trying“ oder „Ladybird“ bekommen dem Gesamteindruck gut, auch, wenn sie nicht so aufleuchten wie etwa die wieder fein mit akustischer Gitarre eingeleitete Ballade „Managing“. Hier tauchen sogar Trompetenklänge auf, welche in den Credits gar nicht erwähnt werden.

Aufgenommen wurde das Album übrigens auf einem Schiff, welches an der Spree ankert. Die entspannte Stimmung auf diesem schwimmenden Tonstudio scheint sich positiv auf die Musiker und das Werk ausgewirkt zu haben. Akustisch bekommt es den Daumen nach oben, ohne gleich als audiophil durchzugehen. Es hört sich gut an und die gelungene Pressung tut ihr übriges, das Gesamtbild wirkt rund und macht einfach gute Laune. Schöner kann man sich die Zeit kaum vertreiben, „Plasticine Heart“ streichelt die Seele.

 

Fakten

Veröffentlichung 23. April 2021
Label: Musszo Records
Bestell-Nummer: MR014LP
Pressung: TAKT, Polen
Pressqualität*: 4
Inhalt: 140g Vinyl, Download-Code
Besonderheit:
Aufnahmen: Studio All Around Music in Berlin

 

Besetzung

Robert John Hope - Vocals, Acoustic & Electric Guitar
Yusuf Sahilli - Lead Guitar, Pedal Steel, Banjo, Keyboard, Electronics, Backing Vocals
Daragh O’Loughlin - Drums
Yvonne Conaty - Vocals, Bass
Damian Giambazi - Electric Guitar (8)
Meike-Lu Schneider - Violin (1,2)
Grainne Hope - Cello (3,4)
Ciaran Hope - Clarinet, Bass Clarinet (3)
Claire Schillinger - Backing Vocals (4,5,6,7,8)
Lisa Akuah - Backing Vocals (2)
Martin Krümmling - Backing Vocals (5,7), Glockenspiel
Ollie Ocepek - Backing Vocals (5)

 

Trackliste

Seite 1

1. The Flood
2. Plasticine Heart
3. Colorado
4. Easy
5. None Other

Seite 2

6. Trying
7. Managing
8. Ladybird
9. High Crimes
10. Simon Says

 

* Pressqualität 1-5:
1= starke Nebengeräusche, deutlich sichtbare Pressfehler
5= keinerlei Nebengeräusche, optisch perfekt

 

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