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Hugh Masekela mit Trompete und Tony Allen rechts mit Schlagzeug-Stick

Zwei Legenden ihres Faches: Hugh Masekela und Tony Allen | Foto: Brett Rubin & Bernard Benant

Auch wenn zwischen Nigeria und Südafrika rund 5000 Km Luftlinie liegen, so waren sich der Schlagzeuger Tony Allen und der legendäre Trompeter Hugh Masekela Dank ihrer engen Verbindung zu Fela Kuti sehr nahe. Nach Masekelas Tod 2018 wurden die unvollendeten Aufnahmen der Beiden von Grammy-Produzent Nick Gold und Tony Allen nun zu einem Album fertiggestellt und sind nun als feine 180g LP erhältlich - die Review dazu gibts hier.

 

Tony Allen & Hugh Masekela - Rejoice (LP, 180g Vinyl)

Tony Allen Hugh Masekela Rejoice Vinyl Es sind zwei wesentliche musikalische Strömungen, die bei dieser LP zusammenflossen. Tony Allen gilt als Mitbegründer des Afrobeats, er hat die nigerianische Musik ganz wesentlich mutgeprägt und in der ganzen Welt eingeführt. Sein einzigartiger Schlagzeug-Stil integriert einerseits die musikalischen Wurzeln seiner Heimat, andererseits entwickelte Allen einen Afrofunk, der auch Musiker wie Brian Eno zu Aussagen wie „der vielleicht größte Schlagzeuger, der je gelebt hat“ hingerissen hat.

Hugh Masekela hat nicht weniger internationale Reputation, drei Grammy-Nominierungen sprechen eine eigene Sprache. Sein Hang zum Jazz war wohl nicht erst davon geprägt, dass er von Louis Armstrong eine Trompete geschenkt bekam. Die Einflüsse von Dizzy Gillespie waren ebenso bedeutend wie die der Jazz-Stars Miles Davis, John Coltrane, Thelonious Monk, Charlie Mingus und Max Roach, die er in seiner New Yorker Zeit beobachtete. Auch Hugh traf schließlich auf Fela Kuti und damit auch auf Tony Allen - die Verbindung war also schon in den 70ern geknüpft.

Es sollte allerdings bis 2010 dauern, ehe mit einem gemeinsamen Album begonnen wurde. Unter der Regie von Nick Gold entstanden die ersten Aufnahmen, es blieb allerdings nur bei einigen Sessions. Die Bänder verschwanden in den Archiven, ehe sie nun nicht nur ausgegraben, sondern im Sommer 2019 mit weiteren Overdubs fertiggestellt wurden. Und zwar im demselben Londoner Studio, in dem die ursprünglichen Sessions stattfanden.

Das Ergebnis ist ein Mix aus den beiden musikalischen Stilen von Tony Allen und Hugh Masekela. Ein äusserst cool groovender Afrofunk mit einer stark jazzigen Attitüde. Was vielleicht auch an der Truppe mit Jazzmusikern gelegen haben kann, zu denen Tom Herbert (Acoustic Ladyland / The Invisible), Joe Armon-Jones (Ezra Collective), Mutale Chashi (Kokoroko) und Steve Williamson gehören. Hier treffen Swing, Funk und afrikanischer Rhythmus aufeinander.

Klanglich ist diese Schallplatte überaus gelungen, ohne dabei gleich als audiophil durchgehen zu müssen. Die LPs von World Circuit überzeugen mich längst mit einem natürlichem Sound auf gutem Niveau, was auch für die presstechnische Seite gilt.

 

Fakten

Erstveröffentlichung: 20. März 2020
Label: World Circuit
Bestell-Nummer: WCV094
Pressung: optimal media
Pressqualität*: 4-5
Inhalt: 180g Vinyl
Besonderheit: Innenhülle bedruckt, OBI-Bandarole
Aufnahmen: Livingston Studios, London

 

Besetzung

Hugh Masekela - vocals, flugelhorn
Steve Williamson - tenor saxophone
Joe Armon Jones - keyboards
Elliot Galvin - keyboards
Tom Herbert - bass
Mutale Chashi - bass
Tony Allen - percussion, drums, vocals
Lekan Babalola - percussion
Lewis Wright - vibraphone


Trackliste

Seite 1

1. Robbers, Thugs and Muggers 4:35
2. Agbada Bougou 5:26
3. Coconut Jam 3:31
4. Never (Lagos Never Gonna Be the Same) 3:53

Seite 2

5. Slow Bones 5:49
6. Jabulani (Rejoice, Here Comes Tony) 5:41
7. Obama Shuffle Strut Blues 4:40
8. We've Landed 4:38

 

* Pressqualität 1-5:
1= starke Nebengeräusche, deutlich sichtbare Pressfehler
5= keinerlei Nebengeräusche, optisch perfekt

 

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