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Mike Zito setzt mit der Gitarre zum Schlag an

Nicht nur seine Gitarre ist ein "schlagkräftiges" Argument für diese klasse Scheibe | Foto: Frank Zerbst

Chuck Berry - Held des Rock’R’Roll und Vorbild für unzählige spätere Musiker. Seine Musik beeinflusste Generationen an Gitarristen, bis heute. So wundert es nicht, dass sich für die nun vorliegende Schallplatte einige Top-Leute versammelten, um zusammen mit Mike Zito eine heiße Scheibe einzuspielen. Ich hatte die Freude, die Review für diese Vinyl-Ausgabe zu schreiben.

 

Mike Zito And Friends - Rock’n’Roll / A Tribute To Chuck Berry (LP, 180g Vinyl)

 Bluesrock-Fans werden Sänger und Gitarrist Mike Zito von Royal Southern Brotherhood kennen. Der Mann aus St. Louis, Missouri, hat nun ein Projekt realisiert, bei dem jede Menge Stars der Bluesszene involviert waren: „A Tribute To Chuck Berry“. Mit dabei waren u.a. Joe Bonamassa, Walter Trout, Eric Gales, Robben Ford, Sonny Landreth und Luther Dickinson! Dabei hat Zito selbst bereits genug Reputationen, zu denen der Blues Music Award und Erfolge in den Blues-Charts des US-Magazins Billboard gehören. Der Rock’n’Roll kann also bestens starten.

 

Ein Fest der Gitarren

Mike Zito And Friends RocknRoll VinylFür dieses Werk hat Mike Zito mit seiner Band im eigenen Marz Studio die Basic Tracks aufgenommen und diese dann zu den jeweiligen Gitarristen gesendet, die ihren Beitrag dazu ablieferten. Und das alles mit Blick auf die großartige Musik von Chuck Berry.

Die Platte beginnt stilgerecht mit dem „St. Louis Blues“, unter Mitwirkung von Chucks Enkel Charles Berry III. Der Beat packt sofort, die Gitarren und das Piano kommen klasse. Die Bläser werden zwar in den Credits nicht weiter erwähnt, sind aber hier gleich mal bestens präsent. Das Gleiche gilt auch bei dem nächsten Klassiker „Rock And Roll Music“, eine prima Interpretation, nahe am Original. Das Tempo setzt sich in „Johnny B Goode“ fort, hier erleben wir mit Walter Trout einen der wohl derzeit besten Blues-Gitarristen. Dieses hohe Niveau setzt dann Joe Bonamassa in „Wee Wee Hours“ fort, mit einem grandiosen Solo. Dieser Track war einst der erste große Single-Hit von Chuck Berry, Bonamassa war sich bei seinem beseelten Gitarrenpart offensichtlich der Bedeutung bewusst.

Sehr cool finde ich die groovige Variante von „Memphis“, die sich für mich wie eine Mischung aus Country und Soul darstellt. Bei den nächsten beiden rassigen Tracks „You Never Can Tell“ und „Back In The USA“ trugen zwei weitere Stars mit ihren Gitarren-Licks dazu bei, dass Blues- und Rock’n’Roll-Fans mit Begeisterung voll dabei sind. Anders geartet ist die launige Nummer „My Ding A Ling“, die wohl eher zum Schunkeln einlädt. Weit mehr dem Blues zugewandt ist dann „Havana Moon“ mit einem spannenden Vergleich zum Chuck Berry Original. Sonny Landreth spielt das sehr lässig und zugleich mit sehnsüchtig klingenden Akkorden. Wieder im Rock’n’Roll-Feeling mit Bläserunterstützung kommt „Promised Land“ und das anschließende berühmte „Maybellene“ rückt das Thema dieser Platte wieder genial in den Mittelpunkt. Diese Nummer gilt als Start dieser Musikrichtung (laut Rolling Stone), war zumindest aber Berrys erster Singlehit. Mit weiteren „Hüfte-schwing“-Tracks kommen Tanzwütige voll auf ihre Kosten - „Rock’n’Roll / A Tribute To Chuck Berry“ wird der Bedeutung gerecht. Ein top-Album, das einfach nur Spaß macht!

 

Fakten

Erstveröffentlichung: 2020
Label: Ruf Records
Bestell-Nummer: RUF 2059
Pressung: Pallas
Pressqualität*: 4
Inhalt: 180g Vinyl
Besonderheit: Download-Code
Aufnahmen: Dezember 2018 bis Juli 2019 in den Marz Studios in Nederland, Texas / USA

 

Besetzung

Mike Zito - vocals, guitar
Lewis Stephens - piano, Organ, Wurlitzer
Terry Dry - bass guitar, percussion, vocals
Matthew Johnson - drums, percussion, vocals

plus Gastmusiker (siehe Trackliste)

 

Trackliste

Seite 1

1. St. Louis Blues (feat. Charlie Berry III) 3:18
2. Rock And Roll Music (feat. Joanna Connor) 3:06
3. Johnny B Goode (feat. Walter Trout) 3:47
4. Wee Wee Hours (feat. Joe Bonamassa) 5:22
5. Memphis (feat. Anders Osborne) 3:03
6. You Never Can Tell (feat. Robben Ford) 3:59
7. Back In The USA (feat. Eric Gales) 3:00

Seite 2

8. My Ding A Ling (feat. Kid Andersen) 3:16
9. Havana Moon (feat. Sonny Landreth) 4:19
10. Promised Land (feat. Tinsley Ellis) 3:27
11. Maybellene (feat. Richard Fortus) 2:53
12. Reelin' And Rockin' (feat. Tommy Castro) 3:59
13. Thirty Days (feat. Albert Castiglia) 2:54
14. Too Much Money Business (feat. Luther Dickinson) 3:11
15. Let It Rock (feat. Jimmy Vivino) 2:23

 

* Pressqualität 1-5:
1= starke Nebengeräusche, deutlich sichtbare Pressfehler
5= keinerlei Nebengeräusche, optisch perfekt

 

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