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In Frankreich gehört Laura Cox zu den musikalischen Ausnahmen: eine Rockgitarristin! | Foto: Christophe Crenel

So geht das heute: über das Internet und YouTube wird eine Künstlerin bekannt. Es reicht aber trotzdem nicht, einfach nur hübsch zu sein, die junge Französin Laura Cox begeisterte ihre vielen Fans schließlich durch ihr bemerkenswertes Gitarrenspiel. Nach ihrem Erstlingswerk „Hard Blues Shot“ (2017) kam nun 2019 die zweite Schallplatte „Burning Bright“ - hier die Review zur Vinyl-Ausgabe.

 

Laura Cox - Burning BRight (LP, Vinyl)

Ihre YouTube-Videos wurden seit 2008 mittlerweile millionenfach angeklickt, 395.000 Abonnenten verfolgen die neuesten Infos der jungen Französin Laura Cox. Zur Hälfte ist sie auch Britin, von ihrem englischen Vater hat sie die Rock-Einflüsse geerbt. Mit 14 begann sie, Gitarre zu spielen und es dauert nicht lange, bis die ersten Wohnzimmer-Videos entstanden. Damit startete Laura eine Karriere, die wohl klar in Richtung der Musikerinnen wie Joan Jett, Samantha Fish oder Beth Hart gehen dürfte.

 

Knackiger, frischer Rock

Laura Cox Burning Bright VinylSchon ein Blick auf die Besetzung zeigt, dass es hier kompromisslos Richtung Rock geht - zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug machen von Beginn an Dampf! Obwohl Laura Cox Anfangs mit einer Fender Stratocaster spielte, ist sie mittlerweile auf Bacchus Duchess Laura Cox Signature umgestiegen, die einer Gibson Les-Paul sehr ähnlich ist. Damit dürfte auch klar sein, welche umfassende Inspirationen diese Musikerin hatte. Jede Menge berühmter Gitarristen spielen eine Paula, von Gary Moore über Slash und Peter Frampton hin zu Jimmy Page und natürlich Joe Bonamassa. Der typisch fette und warme Klang sorgt jedenfalls dafür, dass Laura diesen Instrumententyp absolut favorisiert.

Sie spielt allerdings nicht nur klasse Gitarre, sondern singt auch ausdrucksstark. Mit eher dunkler Stimme erinnert sie mich an einen (männlichen) Sänger: Geddy Lee von Rush - man höre dazu nur mal „Bad Luck Blues“. Ok, das wird nun nicht jeder so sehen, ist halt eine persönliche Empfindung von mir. Fest steht aber, dass diese zehn Songs richtig Spaß machen! Der Bluesrock macht einen wesentlichen Anteil aus, aber auch straighter Hardrock, eine Prise Countryrock, ein wenig Southern Rock und sogar zwei Balladen sind auf der Platte zu hören.

Laura spielt ihrer Aussage nach mehr Melodie-betont, den Rhythmuspart überlässt sie ihrem Gitarren-Partner Mathieu Albiac, der hierfür die „besser ausgebildete rechte Hand“ hat. Eine erstaunlich ehrliche Aussage einer Musikerin, die den gigantischen Markt erst mal noch erobern möchte. Und dass die YouTube-Anfangszeit keineswegs Mittel zum Zweck einer erfolgreichen Karriere war, begründet Laura auch damit, dass sie sich im Wohnzimmer einfach wohl und entspannt fühlte. Mathieu war es schließlich auch, der sie zu einer richtigen Band und Liveauftritten ermuntert hat. Wer heute Laura Cox bei einem Konzert erlebt, wird für diese Entscheidung dankbar sein!

Wer nun Lust auf diese LP hat, muss entweder hoffen, dass sie nachträglich auch in Deutschland veröffentlicht wird oder muss sich in Frankreich auf die Suche machen. Mein französisches Exemplar ist akzeptabel gepresst und klingt ganz prima, mit kräftigem Bassfundament. Was auch nicht ganz verwundert: die Aufnahmen fanden in den berühmten Brüsseler ICP Studios statt, für das Mastering war kein geringerer als Howie Weinberg verantwortlich.

 

Fakten

Veröffentlichung: 8.November 2019
Label: Verycords
Bestell-Nummer: 6022046245
Pressung:
Pressqualität*: 3
Inhalt: 160g Vinyl
Besonderheit: Innenhülle mit Songtexten, Download-Code

 

Besetzung

Laura Cox - Guitar, Lap Steel, Banjo, Vocals
Mathieu Albiac - Guitar
François C. Delacoudre - Bass
Antonin Guérin - Drums


Trackliste

Seite 1

1. Fire, Fire 3:52
2. Bad Luck Blues 3:15
3. Last Breakdown 3:52
4. Looking Upside Down 4:10
5. Just Another Game 4:44

Seite 2

6. Here’s To War 4:05
7. Freaking Out Loud 3:20
8. As I Am 4:44
9. River 4:54
10. Letters To The Other Side 4:06

 

Burning Bright Tour 2020

13.03.2020 / Bonn – Harmonie (Rockpalast)
14.04.2020 / Hamburg – Knust
15.04.2020 / Hannover – MusikZentrum
16.04.2020 / Berlin – Quasimodo
17.04.2020 / Halle – Objekt 5
18.04.2020 / Göttingen – Exil
20.04.2020 / Bremen – Meisenfrei
23.04.2020 / Wuppertal – Live Club Barmen
24.04.2020 / Zwickau – St. Barbara
25.04.2020 / Fürth – Kofferfabrik
18.09.2020 / Siegburg – Kubana

 

* Pressqualität 1-5:
1= starke Nebengeräusche, deutlich sichtbare Pressfehler
5= keinerlei Nebengeräusche, optisch perfekt

 

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