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Caspar Hesselager und Carl Coleman (Palace Winter)

Sie verzaubern uns wieder mit feinen Melodien: Caspar Hesselager und Carl Coleman | Foto: Jasper Spanning

{jcomments off}Für ältere Herren wie mich ist eine LP wie „Nowadays" wie eine alternative Begegnung zu den Beach Boys oder The Byrds. Für junge Vinyl-Fans hingegen stellt diese LP des australisch-dänischen Duo Palace Winter ein starkes Statement in Sachen Indie-Rock dar. Die Review zur limitierten Erstausgabe im transparent-roten Vinyl.

 

Palace Winter - Nowadays (LP, Vinyl)

Es geht Caspar Hesselager und Carl Coleman nicht um musikalische Originalität und auch nicht um Authentizität. Sie möchten mit ihrer Musik einfach Lebensfreude vermitteln, den Hörer emotional erreichen. Das gelang ihnen schon mit ihrem hoch gelobten Debüt von 2016, „Waiting For The World To Turn". Nun folgt mit „Nowadays" der Teil 2 des von vielen so geliebte Cinematic Psycho-Pop!

 

Von den 60ern bis in die Neuzeit schweben

Palace Winter-Nowadays VinylNun, die jüngeren unter euch werden nach dem Hören von „Nowadays" wohl sicherlich eher Assoziationen mit Mumford & Sons, The War On Drugs, Bright Eyes oder Fleet Foxes finden. Ich dagegen höre da die psychedelisch angehauchten Popsongs der 60er und 70er heraus. Dies sind allerdings eher Wurzeln, auf denen von Palace Winter entrückte und locker beschwingte Melodien aufgebaut wurden. Dass sie sich auch mal zu cineastisch breitwandigen Soundgebilden entwickeln, kommt der dynamischen Entwicklung innerhalb des Albums zugute.

Im Mittelpunkt des instrumentellen Geschehens sind Keyboard und Gitarren dominant. Hesselager und Coleman haben natürlich einen Schlagzeuger an Bord, der dem Ganzen den nötigen Druck und Wucht verleiht. Ergänzend dazu tauchen auch Saxofon („The Accident") und Violine („The Ballroom", „Empire" und „Acting Like Lovers") auf. In Songs wie „Demon" schimmern die Achtziger mächtig durch (ich sag da mal Alphaville), in anderen hingegen nähern sie sich dem Americana der 70er (u.a. in „Acting Like Lovers").

Wesentlicher Punkt bei dieser Platte ist der Harmonie-Gesang der beiden Haupt-Protagonisten. Und der erinnert mich eben an oben erwähnte Pop-Formationen, die in den 60ern Musikgeschichte geschrieben haben. Eingebettet in zeitgemäßen Indie-Pop klingt das erstaunlich reizvoll, was der Popularität von Palace Winter weiteren Vorschub leisten dürfte. Mich haben sie damit jedenfalls überzeugt.

 

Fakten

Erstveröffentlichung: 4. Mai 2018
Label: Tambourhinoceros
Bestell-Nummer: TAMB194LP
Pressung: GZ Media
Inhalt: 140g durchsichtig rotes Vinyl, Download-Code
Besonderheit: Klappcover mit Songtexten, auf 1000 Stück limitiert (Erstpressung im transparent roten Vinyl)

 

Besetzung

Carl Coleman - Gesang, Gitarre
Caspar Hesselager - Piano, Synthesizer, Perkussionen
Jens Bach Laursen - Schlagzeug
Pelle Appellen - Violine
Jacob Rønne Danielsen - Saxofon

 

Trackliste

Seite 1

1. Birth
2. Take Shelter
3. Pursuit Of
4. The Ballroom
5. Empire
6. Baltimore

Seite 2

7. Come Back (Left Behind)
8. The Accident
9. Demon
10. Acting Like Lovers
11. Kenopsia

 

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