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Der Herr der Synthesizer hat wieder zugeschlagen! Zum dritten Mal: „Oxygene 3" liegt nun auf den Plattentellern der Fans von Jean-Michel Jarre, im transparenten Vinyl! Dies ist nicht nur eine spannende Zeitreise, sondern auch ein verblüffender Einblick in die musikalische Welt des visionären französischen Künstlers. Die Rezension zu dieser Schallplatte betrachtet die Sonderstellung dieser Platte.

 

Jean-Michel Jarre - Oxygene 3 (LP, 180g Clear Vinyl)

Das sollen andere Musiker erst einmal schaffen: im Abstand von jeweils 20 Jahren eine Trilogie zu veröffentlichen und damit immer noch die Aufmerksamkeit der Musikwelt zu bekommen. Was 1976 begann, findet nun 2016 ein Finale und klingt kein bisschen angestaubt. Im Gegenteil: die alten Synthesizer und elektronische Orgeln haben gerade heute einen so besonderen Charme, dass man sie zurecht neu betrachtet. Und das tut Jean-Michel Jarre hier auf spannende Weise.

 

Oxygene - alte Maschinen mit zeitlosen Klängen

Jean Michel Jarre-Oxygene 3 VinylWie ein guter Profi-Fotograf widmet er sich einem Thema und betrachtet es von allen Seiten, aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Klänge variieren wie bereits im ersten Teil um ein Motiv herum, sanft und hypnotisch umkreisen sie den Kern. Sechs Wochen ließ er sich dafür Zeit und entwickelte in seinem Studio in Frankreich diesen genialen Sound, der schon damals begeisterte. Erstaunlich ist dabei, dass diese elektronischen Klänge nicht minder faszinieren als jene, die moderne Künstler dieses Genres auf ihren Computern kreieren.

Im Klappcover bekommen wir einen tollen Einblick in die Vielfalt seiner alten analogen und digitalen Instrumente, von JMJ liebevoll Biester genannt. Er liebt und hasst sie. Ich kann mir förmlich vorstellen, wie der heute 68-Jährige mit den alten Geräten kämpfen musste, weil sie Dank ihres Alters nicht immer so wollten, wie er es sich vorgestellt hatte. Bei der nun fertigen Schallplatte ist von diesem Ungemach nicht das Geringste zu spüren. Die Melodien fließen dahin und eröffnen dem Hörer immer wieder einen neuen Kosmos zum JMJ-Sound. Das ist zugleich auch das Stichwort zur grundsätzlichen Thematik dieses so lange währenden Projektes: die Verbindung von unserem Lebensraum - der Erde und die unmittelbare Umgebung eines Menschen - zum Weltraum und seiner unendlichen Weite. Oxygene gleicht denn auch einem langen Flug, der auf unserer Erde beginnt, durch die Wolken hindurch in das All dahingleitet, vorbei an Planeten und Monden, um schließlich wieder sicher zurück in der heimischen Welt zu landen.

Die sieben Kompositionen dieser LP wirken entsprechend spacig, mit viel Raum und flirrenden Klang-Skulturen, minimalistisch und doch auch opulent aufgebaut. Jean-Michel Jarre hat „Oxygene Part 14-20" einmal mehr großartig gestaltet und unterstreicht damit seine hervorragenden Ruf, den er in den letzten beiden Jahren durch seine Veröffentlichungen Electronica 1 und 2 auch in der zeitgenössischen Szene erreicht hat. Die transparente Schallplatte klingt übrigens sehr ordentlich und ist auch presstechnisch gelungen.

 

Fakten

Erstveröffentlichung: 2. Dezember 2016
Label: Columbia / Sony
Bestell-Nummer: 88985361881
Pressung: Pallas
Inhalt: 180g Vinyl, Klappcover, Innenhüllen mit Detailinfos
Besonderheit:

 

Trackliste

Seite 1

1. Oxygene (Part 14) 5:28
2. Oxygene (Part 15) 6:40
3. Oxygene (Part 16) 6:56

Seite 2

4. Oxygene (Part 17) 4:20
5. Oxygene (Part 18) 2:48
6. Oxygene (Part 19) 5:45
7. Oxygene (Part 20) 7:59

 

Das Video zu „Oxygene 3"

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