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Mac Demarco - Salad Days | die Rezension von Feve bei Vinyl-Fan.de

Das zweite Album des Singer/Songwriter Mac Demarco landete auf dem Plattenteller von Feve - lest seine Rezension über die Schallplatte "Salad Days", die manchen überraschen dürfte. Die Rezension bin Vinyl-Fans.de.

 

Mac Demarco - Salad Days (LP, 180g Vinyl)

Mac Demarco-Salad Days VinylMac Demarco. Nicht nur der Name des 25-jährigen Kanadiers, der erst kürzlich laut eigener Aussage „aus versehen" nach New York gezogen ist, geht flüssig ins Ohr, sondern auch der einmalig einschmiegsame 70er-Jahre Popsound kombiniert mit einer leichten Brise romantischen Stoner- und Psychedelicrocks, den der ekstatische Viceroy-Kettenraucher aus Überzeugung selbst als Jizz Jazz bezeichnet. Das Label Captured Tracks brachte nach dem offiziellen Erstling 2 am 1. April 2014 das zweite Studioalbum mit dem einleuchtenden Titel „Salad Days" in die Regale der weltweiten Plattenläden.

Nach Auflegen der Scheibe fühlt man wohl erstmal das Bedürfnis auf das Release-Date zu schauen, um sicher zu gehen, dass es sich hier nicht um ein sonnengetränktes Poprelikt aus zweiter Hand aus den siebziger Jahren handelt, denn was Demarco hier mit Bravour schafft, ist der Versuch einer Kombination aus Harry Nilsson, den Beach Boys, den Grateful Dead und den Beatles mit einer Ladung Offbeat-Stoner-Vibes die von glitzerndem Harz nur so triefen. Es ist aber nicht nur der Sound der bedröhnenden Synthie-Hymne „Chamber of Reflection" oder der die-Schöne-und-das-Biest-artige Refrain von „Let Her Go", der wie eine perfekt brechende Welle das Zimmer durchschneidet, sondern vor allem das Verständnis der rudimentären Essenz eines jeden Popsongs: verwirrende Lyrics mit sehnsüchtigem, traurigen und vor allem für den Hörer offenen Inhalt um die vermeintliche Verzweiflung des Künstlers auf das eigene Leben zu kopieren. In diesem Zusammenhang seien die Zeilen „watching my life / passing right in front of my eyes / hell of a story / or is it boring" des Tracks Passing out Pieces zu nennen, der nebenbei auch der Titelsong der kurz nach dem Album erschienenen halbstündigen Mac Demarco Doku „Pepperoni Playboy" ist.

„Salad Days" kommt mit einem schönen Klappcover und einer einwandfreien Klang- und Pressqualität direkt aus den New Yorker JizzJazz-Studios für alle, die sich lyrisch und soundtechnisch sowohl verwirrende als auch entspannende Liebes- und Lebensschicksale von einem 25-jährigen Kanadier erzählen lassen möchten, der zum Baden am liebsten „Unbroken Chain" von den Grateful Dead auflegt. Wenn sich das nicht nach einem lohnenswerten musikalischen Abenteuer anhört, ist man mit den aktuellen Charts wohl besser bedient.

 

Fakten

Erstveröffentlichung: 2014
Label: Captured Tracks
Bestell-Nummer: CT-193
Inhalt: 180g Vinyl, Innenhülle mit Texten, Klappcover

 

Trackliste

Seite 1

1. Salad Days
2. Blue Boy
3. Brother
4. Let Her Go
5. Goodbye Weekend
6. Let My Baby Stay

Seite 2

7. Passing Out Pieces
8. Treat Her Better
9. Chamber Of Reflection
10. Go Easy
11. Jonny's Odyssey

 

Das Video zu „Salad Days"

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