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Die Review | Feve's Vinyl Tipp: Alabama Shakes - Sound & Color

Sie bekommt überall beste Kritiken und scheint eine neue Lieblingsplatte zu sein: "Sound & Color" von der Rockband Alabama Shakes aus Athens, Alabama. Lest hier bei Vinyl-Fans.de die Review.

 

Alabama Shakes - Sound & Color (2 LP, 180g Clear Vinyl)

Alabama Shakes-Sound And Color VinylEin Privatkonzert für Mr. Barack Obama himself und musikalische Beiträge zu Hollywoodgrößen wie „Twelve Years a Slave" oder „Silver Linings". Die Tatsache, dass das 2012 erschienene Debütalbum „Boys & Girls" der Alabama Shakes in den Staaten Goldstatus erreichte, erscheint dabei fast schon nebensächlich. „They test the boundaries of today's music with innovative vocals and guitar sounds. With a power house female vocalist who isn't afraid to let all her emotions out on their album or on stage... they seem unstoppable and capable of conquering any type of musical genre." hat mir eine Freundin aus den USA erklärt, nachdem ich sie gefragt hatte, ob sie mir ein bisschen was zu ihrer Lieblingsband erzählen könne. So geht das.

Schon der Southern Comfort getränkte Whiskeykrächzer á la Janis Joplin zum Einstieg in den zweiten Song Don't Wanna Fight lässt lebhaft erahnen, dass es sich bei der 26-jährigen Frontfau Brittany Howard unzweifelhaft um eine temperamentvolle Südstaatlerin mit einer außergwöhnlichen Stimme handelt. Sie kratzt, flüstert, quiekt und fleht und es scheint, als wäre sie mit ihrem Organ in so gut wie jedem musikalischen Genre zu Hause. Sei es in der eigensinnigen Mixtur aus Punk und Soul im vorlauten "The Greatest", der gemächlich dahinsickernden Psychadelic-Blues Nummer "Gemini" oder der melancholischen Rhythm & Blues Ballade "Gimme All Your Love", die von einem dröhnenden Orgelsound geschleppt vom sumpfigen Süden Amerikas träumen lässt. Die erste Hälfte des Albums driftet allgemein in eine eher experimentelle Spielerei zwischen Laut und Leise ab, die träge und versunken zum Entspannen und Zuhören einlädt, während die Shakes in der zweiten Hälfte eher mal ordentlich in die Saiten schlagen um die Zuhörerschaft von den Stühlen zu holen.

Im Vergleich zum Vorgängeralbum erscheint "Sound & Color" instrumentalisch differenzierter. Innovativität und vor allem ein sehr hohes Maß an Individualität zeichnen die neue Platte aus. Man hat sich für die Produktion viel Zeit gelassen meint das Quartett um Brittany Howard. Vielleicht um die in Nashville umherschwirrenden Vibes irgendwie auf Vinyl einzufangen? Das hat ja schonmal bravourös geklappt! Es fehlt eigentlich nur noch der Geruch von Mangrovensümpfen beim Auflegen der Schallplatte.

 

Trackliste

Seite 1

1. Sound & Color
2. Don't Wanna Fight
3. Dunes
4. Future People

Seite 2

5. Gimme All Your Love
6. This Feeling
7. Guess Who
8. The Greatest
9. Shoegaze

Seite 3

10. Miss You
11. Gemini
12. Over My Head

Seite 4

unbespielt


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