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R.E.M. im Studio - Begeisterung über das Ergebnis von "Automatic For The People"? | Foto: Sig Sigworth

Sie ist ein Dauerbrenner im Programm der Plattenfirma und bereits in Millionen von Plattensammlungen zuhause: „Automatic For The People". Nun wurde dieser R.E.M.-Klassiker erneut aufgelegt, anlässlich des 25. Jahrestag der Erstveröffentlichung. Ob sich die 2017er Vinyl-Edition lohnt, erfahrt ihr in dieser Rezension.

 

R.E.M. - Automatic For The People / 25th Anniversary Edition (LP, 180g Vinyl)

REM-Automatic For The People Vinyl 2017 Review

Wie schon „Out Of Time" gehört „Automatic For The People" zu meinen so geliebten Platten, von denen ich mich niemals trennen würde. Auf die musikalische Seite der LP möchte ich gar nicht eingehen, sie wurde seit ihrer Veröffentlichung im Jahre 1992 unzählige Male gewürdigt und weltweit von Kritikern als eine der besten Rockscheiben aller Zeiten beschrieben. Vielmehr möchte ich darauf eingehen, in wiefern sich die neue Vinyl-Ausgabe von einer anderen Pressung unterscheidet und welche Klangunterschiede dabei existieren.

 

Reissue 2003 vs 2017

REM-Automatic For The People Vinyl 2017Bei Discogs werden 14 (!) verschiedene Vinyl-Varianten von „Automatic For The People" aufgelistet. Natürlich habe ich nicht alle zur Verfügung, neben dieser nun vorliegenden 2017er-Ausgabe besitze ich nur die Wiederauflage von 2003, gepresst bei optimal media (Matrix Code B382371-01 / D33 093624580551). Hierzu werde ich die Neuauflage vergleichen.

Die nun jüngste Version des R.E.M.-Klassikers stammt von GZ Media (Matrix Code 7202983-A 163521E1/E2). Für mich ist mittlerweile dieses tschechische Presswerk keineswegs mehr (wie in der jüngsten Vergangenheit) mit negativen Ergebnissen verbunden. Eher ist das Gegenteil der Fall: alle zuletzt bei mir eingetroffenen LPs sind sauber gefertigt, plan und gut zentriert. Die R.E.M.-Platte überzeugt mich zudem mit einem rauscharmen Laufgeräusch, so soll es sein.

Laut den Angaben wurden für das neue Master die original Analogbändern von Stephen Marcussen bearbeitet. Entscheidend ist allerdings letztendlich das Ergebnis, wenn sich die Nadel in die Rille senkt und dem Hörer die Wahrheit vermittelt. Und hier punktet die 2017er Variante. Allerdings muss man bedenken, dass die zwölf Songs in unterschiedlichen Studios aufgenommen wurden und dadurch unterschiedlich klingen! Die meisten Stücke sind zwar akustisch eingespielt, die klanglich besseren bzw. interessanteren sind allerdings die ruhigeren Tracks. Hier werden die Unterschiede erkennbar, beispielsweise bei „Monty Got A Raw Deal": die Gitarre ist fokussierter und feiner abgebildet, das Schlagzeug hat etwas mehr Punch, die räumliche Aufteilung hat mehr Tiefe als die zweidimensional und insgesamt flacher wirkende 2003er LP. Die Streicher, sehr schön in „Nightswimming" vergleichbar, sind im neuen Mastering seidiger weggekommen.

Das Plattencover ist zunächst weitgehend identisch, beim genauen Hinsehen fällt jedoch auf, dass das 2003er verwaschener und unpräziser aussieht. Gleiches gilt für die Innenhülle, die bei der alten Platte mit Sepia-Look altbacken erscheint und tatsächlich auch unschärfer ist, während die 2017er nicht nur exakter gedruckt, dabei nur leichte Brauntöne aufweist und vor allem mit dickerem Papier gefertigt ist.

Einen für manchen Vinyl-Fan unschlagbaren Vorteil haben die Download-Codes, ein solcher ist bei der neuen LP dabei, anno 2003 war da nix enthalten. Ansonsten wurde das Reisse 2017 weder mit Bonusmaterial noch Booklet oder ähnliches versehen, so wie man es bei „Out Of Time" so schön gemacht hatte. Schade eigentlich. Denn es wurden bei den Aufnahme-Sessions über 30 Songs eingespielt. Wer die restlichen Tracks hören will, muss dann leider auf die Deluxe Edition zurückgreifen, bei den auch ein Livemitschnitt zu hören ist. Zu gerne hätte ich das auch auf Vinyl erlebt!

 

Fakten

Erstveröffentlichung: 5. Oktober 1992, Reissue: 10. November 2017
Label: Craft Recordings / Universal Music
Bestell-Nummer: 0888072029835
Presswerk: GZ Media
Inhalt: 180g Vinyl, Download-Code
Besonderheiten: Innenhülle bedruckt

 

Trackliste

Seite 1

1. Drive
2. Try Not To Breathe
3. The Sidewinder Sleeps Tonite
4. Everybody Hurts
5. New Orleans Instrumental No. 1
6. Sweetness Follows

Seite 2

7. Monty Got A Raw Deal
8. Ignoreland
9. Star Me Kitten
10. Man On The Moon
11. Nightswimming
12. Find The River

 

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